Bloggerview ist unsere Outdoorblog-Leseempfehlung an euch. Hier stellen wir euch regelmäßig Outdoor Blogs vor und zeigen wer dahinter steckt. Wir geben euch einen Einblick und ihr entscheidet, ob ihr diesen Blog in Zukunft verfolgen möchtet. Diesmal stellen wir euch Rene von outdoor-spirit vor.

Outdoorblog outdoor-spirit
Outdoorblog outdoor-spirit

Hallo Rene! Es freut mich dich heute in unserem Bloggerview vorzustellen! Meine erste Frage an dich: Um was geht es in deinem Blog outdoor-spirit und über was schreibst du gern?

Und ich freue mich, in dieser interessanten Reihe mitmachen zu dürfen!

Auch wenn es sich nach den zahlreichen Bloggerviews vielleicht abgedroschen anhört, geht es bei mir im Blog um den Spaß am draussen sein. Und dabei will ich mich eigentlich gar nicht festlegen. Ich probiere viele Aktivitäten aus, mache alles, aber nichts davon richtig. Hauptsache, man kann einen Helm dabei tragen! Bergsteigen, Klettern, Wildwasserpaddeln, Mountainbiken. Dazu noch der eine oder andere Testbericht oder etwas leckeres aus der Rubrik Outdoor-Cooking. Und zusammen mit Freund Robert produzieren wir einen der wenigen deutschsprachigen Outdoor-Podcasts.

Am liebsten sind mir aber von allen die Berichte über unsere Touren – egal welcher Art. Hauptsache draussen und wenn es geht, mit Helm.

Rene von outdoor-spirit auf dem Jubiläumsgrat (Foto: Rene Saathoff)
Rene von outdoor-spirit auf dem Jubiläumsgrat (Foto: Rene Saathoff)

Mit welchen drei Tags oder Stichworten würdest du dich selbst als Person beschreiben?

Optimistisch, umgänglich, flausenimkopf.

Ich habe meine Frau gefragt, was ich hier antworten soll. Sie hat mit den Augen gerollt und gesagt, ich wäre gefragt. Bin immer noch am überlegen, wie ich sie dazu bekomme, darauf zu antworten.

Na, das wäre auch mal eine Methode, um die Frage zu beantworten ;-).Wann hast du eigentlich deinen ersten Blogartikel geschrieben und wie kam es dazu?

Oh je, das ist eine lange Geschichte. Die Domain muss ich noch vor der Jahrtausendwende registriert haben. Damals habe ich die komplette Seite noch zu Fuß in HTML geschrieben. Irgendwann bin ich auf das Joomla CMS umgestiegen, habe dann ein Blog-Plugin installiert und bin schliesslich bei WordPress gelandet.

Ich bin beruflich in der Telekommunikationsbranche tätig, bin viel mit Anzug und Laptop unterwegs. Da ist der Faible für alles, was mit Outdoor zu tun hat, ein guter Ausgleich. Durch die Technikaffinität habe ich früh beide Themen miteinander verbunden und einfach über das berichtet, was wir am Wochenende unternommen haben. Und natürlich, um die Bilder zu zeigen und im Büro prahlen zu können.

Die allerersten Beiträge waren sicherlich über unsere Paddeltouren, aber damals sprach noch niemand von Blogs. (Oh Gott, ich höre mich ja schon an, als wenn Opa aus dem Kaiserreich erzählt.)

Was sind deine Lieblingswanderungen und warum?

Ach, da bin ich flexibel. Am liebsten bin ich in den Bergen unterwegs, wobei ich in alpinistischer Hinsicht eher ein Spätentwickler bin. (Als Mecklenburger auch keine Überraschung, oder?) Mir ist es eigentlich egal, Hauptsache, man bewegt sich.

Auf dem Finsteraarhorn (Foto: Rene Saathoff)
Auf dem Finsteraarhorn (Foto: Rene Saathoff)

Mit Kind und Kegel mag ich die entspannteren Wanderungen, wo es viel zu entdecken gibt und man auch anständig einkehren kann.

Andererseits darf es gerne auch etwas sportlicher sein, länger oder schneller, je nachdem.

Sehr ans Herz gewachsen ist mir unsere jährliche Winter-Wochenend-Wanderung auf dem Eifelsteig. Das ist immer ein kleines Abenteuer, da der Termin bereits ein Jahr vorher feststeht und wir losziehen, egal was für ein Wetter herrscht. Übernachtet wird natürlich unterwegs – im Zelt, in einer Schutzhütte oder im Shelter. Leider werden wir dieses Jahr das Ende des Eifelsteigs in Trier erreichen und müssen uns dann nach neuen Abenteuern umschauen. Ideen gibt es da schon…

Hast du schon mal ein kurioses oder spannendes Erlebnis auf einer Tour, von dem du erzählen möchtest? Vielleicht eine besondere Begegnung oder ein interessantes Naturschauspiel?

Och, da gibt es sicherlich so einige Anekdoten. Lass mich mal überlegen…

Bei einer kleinen Hüttenwanderung mit der Familie im Kleinwalsertal wollten wir nach der Übernachtung in der Schwarzwasserhütte über die Ochsenhofes Scharte wieder ins Haupttal rüber gehen. Von der Hütte führt ein schmaler Pfad zu jener Scharte hoch und auf halbem Weg überholt uns ein kleiner Junge in zünftiger Bergbauerntracht mit kurzer Hose, kariertem Hemd und Filzhut. Wir grüssten einander und er zog davon. Wir machten noch Witze, dass er in dem Tempo kurz in den Ort rennt und Brötchen zum Frühstück holt.

Kurz bevor man die Scharte erreicht, führt der Pfad durch eine Engstelle durch Felsen hindurch. Plötzlich hören wir von oberhalb eine Stimme. Diese Stimme gehörte ebenfalls einem Kopf unter einem Filzhut (mehr konnten wir nicht sehen) und meinte, wir sollten doch mal kurz warten, da käme und gleich eine Kuh entgegen. Jene Kuh ist wohl nachts ausgebüxt und hat den Kollegen im Nachbartal einen Besuch abgestattet.

Und nun musste diese Kuh durch jene Engstelle, durch die ich kaum mit meinem Rucksack durchkommen würde. Bauer und ein anderer Wanderer schoben nun mit Leibeskräften die Kuh durch diese Engstelle. Meine beiden Söhne und ich positionierten uns auf einer winzigen ca. 40 mal 40 cm großen freien Fläche unterhalb der Engstelle. Als die Gemahlin hörte, was ihr da gleich auf engstem Raume entgegenkommen würde, beschleunigte sie ihre Schritte und leistete uns auf dem Mini-Ausweichplatz Gesellschaft.

Mit viel Geschiebe und gutem Zureden schaffte es das Tier dann schliesslich durch die Engstelle und wurde zur Herde zurück geleitet.

Und wie man sieht, sind Entdeckergeist und alpinistischer Ehrgeiz auch in Rindviechern zu finden.

Ein Rindvieh büxt aus (Foto: Rene Saathoff)
Ein Rindvieh büxt aus (Foto: Rene Saathoff)

Klingt nach einem kuhlen Erlebnis. Auf welche Bedingungen achtest du, wenn du eine Wanderung für dich aussuchst?

Das kommt ganz auf die Begleitung an. Ich habe nämlich keine Lust, die möglichen Eskalationsstufen zu durchlaufen, wenn zum Beispiel der Weg zu lang oder zu steil, das Wetter zu schlecht oder die nächste Einkehr gefühlt in einer anderen Zeitzone liegt.

Die Tour muss den Ansprüchen und Fähigkeiten genügen. Wenn man gut vorbereitet und ausgerüstet ist, sind auch die Bedingungen nahezu egal.

Wenn es nach mir ginge, könnte auch durchaus eine Portion Nervenkitzel dabei sein.

Welche Rolle spielen für dich die digitalen Dinge, wie Apps, Webplattformen und Blogs?

Wie oben bereits erwähnt, fröne ich einer gewissen Technik-Affinität und fahre total auf Gadgets ab. Ohne Smartphone gehe ich nicht aus dem Haus und auf Tour schon gar nicht. Leider bedeutet das auch immer zusätzliches Gewicht durch Akkupacks und ähnliches.

Ich mag es, Touren aufzuzeichnen oder bereits vorher am PC zu planen. Das verlängert in meinen Augen die eigentlich Tour bis an den Schreibtisch. Dabei lasse ich mich natürlich von anderen Blogs und einschlägigen Portalen inspirieren und hoffe, meinerseits ebenfalls eine Quelle der Inspiration zu sein.

Ich habe auch relativ früh angefangen, unsere Paddel-Abenteuer mit der Helmkamera aufzuzeichnen. Da haben wir noch die „Optik“ auf den Helm geklebt und die Kabel unter der Schwimmweste zum leidlich wasserdicht verpackten Camcorder im Boot geführt. Heutzutage fällt man ja eher auf, wenn man keine Actioncam dabei hat.

Allerdings merke ich auch, dass ich durchaus auch ganz gut „ohne“ kann. Manchmal habe ich den ganzen Kram dabei, nutze ihn jedoch nicht und lasse mich treiben. Wie früher. Und wie Outdoor eigentlich sein sollte.

Mobiles „Bloggen“ 2006 beim Paddeln (Foto: Rene Saathoff)
Mobiles „Bloggen“ 2006 beim Paddeln (Foto: Rene Saathoff)

Welche Überschrift würdest du diesem Interview mit dir geben? Wieso hast du dich für dieses Motto entschieden?

Wenn ich gefragt werde, was mein Motto ist, sage ich immer „Hauptsache Helm!“. Der Helm ist ein Statement – bis hier ist Spaß, von nun an meinen wir es Ernst! ;-)

Danke Rene, für das spaßige Interview mit dir!


Wer mehr von Rene lesen möchte, findet seinen Blog hier: outdoor-spirit

Viele Grüße,
Stephanie

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Lasst euch durch Bergtourenbeschreibungen für die nächste eigene Tour inspirieren!

 

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