Wir haben ein neues Teammitglied! Diesmal kein menschliches, sondern ein Fahrzeug. Ja eigentlich nicht nur das, sondern ein richtiger Camper! Seit Ostern ist unser weißer Bus, jetzt bei uns und es wird Zeit ihn euch mal vorzustellen.

Außerdem gibt es weiter unten eine Übersicht über alle Camping-Hacks, Umbauten, Essentials und Must-Have Equipment für einen Campingbus…

Modell Pössl Campster – Wieso wir uns für ihn entschieden haben?

Für uns sollte es ein alltagstaugliches, geräumiges und familientaugliches Fahrzeug werden, das gleichzeitig als Campingfahrzeug für Ausflüge und Urlaube genutzt werden kann. Am Anfang schaut man da natürlich erst mal nach dem überall bekannten VW-Bus, merkt dann aber schnell, dass es noch viel mehr gibt. Und vor allem auch unzählige Ausbauvarianten.

Wir stehen also monatelang vor der Qual der Wahl, vergleichen Modelle und Preise, schauen uns gebrauchte und auch für den Alltag zu große Kastenwägen an. Einmal quer durch die Welt der Campingbusse. Dann entdecke ich irgendwann den Pössl Campster, den Ausbau auf Basis eines Citroen Spacetourers. Eigentlich sollte es ja gar kein Neuwagen werden, doch ich bin sofort verliebt und nach einigen Überlegungen ist unsere Wahl getroffen.

Unsere wichtigsten Entscheidungspunkte:

  • Beim Campster kann die Küche im Alltagsgebrauch entnommen werden. So kann man z.B. dann statt der Schlafsitzbank eine 3er Sitzbank einbauen und hat im Alltag ausreichend Platz
  • Da die Küche herausnehmbar ist, durfte der Campster die 2. Schiebetüre des Spacetourers behalten. Das heißt er hat rechts und links eine Schiebetür. Super, wenn man Kinder, Erwachsene oder Gepäck auf beiden Seiten ein und ausladen möchte.
  • Er liegt bei gleicher/ähnlicher Camping-Ausstattung z.B. Standheizung etc. preislich wesentlich günstiger als sein VW-Bus-Bruder.
  • Die Höhe ist trotz Aufstelldach mit ca. 1,96 cm knapp unter 2 Meter und damit tiefgaragentauglich. Man kommt auch im Urlaub unter vielen Absperrungen durch und in die meisten Parkhäuser rein.
  • Mit dem Panoramadach kann man oben quasi halboffen schlafen oder bei Pausen in wunderschöne Landschaften blicken, herrlich!
  • Er ist Campingbus und Alltags-Familienkutsche mit viel Stauraum in einem.

Unsere gewählte Ausstattung

Da wir immer wieder gefragt werden, wie wir unseren Campster konfiguriert haben, hier alle Infos zu unserer gewählten Ausstattung. Die aktuellen Preise für den Campster könnt ihr euch dann mithilfe des Pössl Prospekts auf deren Webseite einfach ausrechnen. Über den Händler habt ihr noch ca. 1-5% Verhandlungsspielraum, je nachdem bei wem ihr kauft, wo und wann, bzw. was der Händler gerade so für Fahrzeuge im Vorlauf hat.

  • Modell 2019
  • Farbe: Polar weiß mit weißem Dach
  • Motor/Leistung: 2.0 l BlueHDI 150 (110 kW)
  • Polster Yumi (Serie) und damit MIT Seitenairbags
  • Leichtmetallfelgen 17 Zoll auf Sommerreifen
  • abnehmbare Anhängerkupplung
  • getönte Scheiben
  • Parkpaket 1: Rückfahrkamera und akustische Einparkhilfe vorne und hinten, Audio-Anlage RCC DAB
  • Schiebetüren rechts und links manuell (ist eigentlich keine Wahloption, kostet aber extra)
  • Sitzheizung Fahrer- und Beifahrersitz
  • fest eingebaute Kühlbox
  • Standheizung von Webasto
  • Outdoorküchenset: Verlängerungskabel für die Küche und Füße für den Küchenblock

Die erste Ausfahrt – und was uns noch alles fehlt…

Los ging es direkt mal ins Allgäu und an den Bodensee für eine erste kleine Camping-Ausfahrt. Wir nahmen einfach mal Dinge mit, die wir sowieso vom Zelten aus vorherigen Urlauben so da hatten und wollten einfach mal testen, was wir noch alles so brauchen. So war schnell klar, was sich als praktisch erwies, was als unpraktisch und was nun beim nächsten Urlaub zum Lago Maggiore mit musste.

Was wir direkt schon dabei hatten und auch wieder mitnehmen werden:

  • Campingstühle
  • Tisch
  • Geschirr, passende Töpfe, Besteck, Brettchen etc. was man eben alles zum Kochen und Essen braucht
  • Decken und Kissen
  • Wäscheleine
  • Lampe, die sich mit USB aufladen lässt
  • Outdoorkabel und entsprechende Adapter

Folgendes haben wir nachgerüstet:

Boxen für den Kofferraum

Für den Kofferraum haben wir im Baumarkt praktische Boxen gekauft. Wir haben uns für jeweils 2 große und 2 kleine entschieden, so ist der Raum unter dem Bettbrett super genutzt. In einer der großen Kisten verstauen wir unsere kompletten ungekühlten Lebensmittel und haben diese direkt zur Hand wenn wir z.B. mal spontan auf dem Weg etwas kochen möchten. In die anderen Kisten kommt weiteres Campingequipment. Rechts neben den Kisten haben wir noch minimal Platz, dort verstauen wir unsere Campingstühle.

Die Maße der großen Kisten sind 60 x 40 x 22 cm und die Kleinen sind 30 x 40 x 22 cm. So passen alle vier Kisten gut unten rein und der Klapptisch kann noch oben drauf gelegt werden.

Faltbarer Spüleimer von The Friendly Swede

Da sich unsere bisherige Spülschüssel als viel zu sperrig erwies und immer im Weg war, wurde diese aussortiert. Als Ersatz dient nun ein gelber komplett flach faltbarer Spüleimer. Er ist von The Friendly Swede und ist super praktisch. Sobald man dreckiges Geschirr hat, faltet man ihn auf und verstaut die Sachen im Eimer und geht dann auf dem nächsten Campingplatz damit spülen. Ist das Geschirr wieder im Camper verstaut, so faltet man ihn einfach wieder platt zusammen. Er braucht so kaum Platz und kann meist in einer der Boxen einfach noch irgendwo oben drauf.

Außerdem kann er natürlich auch noch als großzügiger Wassereimer oder beim Angeln genutzt werden. Das Material ist super stabil und robust und in das dazugehörige Täschchen kommen bei uns Schwamm und Spülmittel.

Bei uns hat der Eimer bereits seinen eigenen Spitznamen bekommen.. Unser lieber „gelber Schwede“ ist immer mit dabei.

> Der „Schwede“ bei Amazon <

Ikea Hacks für den Campster

Folgende Ikea Produkte haben wir integriert:

  • Schubladeneinsatz SMÄCKER. Dieser passt fast genau in die kleine Küchenschublade, man muss nur den Bereich beim Verschlussteil etwas ausschneiden.
  • Zweimal die TROFAST Box, 42x30x10 cm mit zugehörigem Deckel aus der Kinderabteilung für unter die Schlafsitzbank (es muss seitlich etwas vom Rand weggeschnitten werden, damit 2 nebeneinander passen)
  • SKUBB Schuboxen als Zusatzstauraum hinter dem Fahrersitz
  • Spiegel DRÖMMARE 16×50 cm für den Schrank
  • SCHOTTIS Faltjalousie für die Seitenscheiben
  • STUK Hängeaufbewahrung für in den großen Schrank

Der Praxistest – Ein paar Features des Campsters im Detail

Folgende Features können natürlich nur ein Auszug sein. Ich möchte euch folgendes mal im Detail zeigen:

Die Küche

Die Küche hat 2 Kochfelder und wird standardmäßig mit einer Campingaz 2,8l Gasflasche betrieben, die sich direkt unter der Kochfläche im Küchenblock befindet. Direkt neben den Kochfeldern befindet sich ein kleines Spülbecken mit je 10 Liter Frisch- und Abwasserkanister. Außerdem hat der Küchenblock noch ein kleines Staufach und eine Schublade, die wir für Besteck nutzen. Alles erstmal Standard und die Minimalausstattung, die man zum Kochen im Camper braucht.

Der wirkliche Clou an der Küche: Man kann den Küchenblock herausnehmen. So kann man diesen zum Beispiel beim Campen ins Vorzelt stellen und dort kochen oder die Küche im Alltag herausnehmen. Wer sich dann noch eine Standard-2er-Rücksitzbank (wie im normalen Spacetourer eingebaut) leistet, kann dann sogar 3 Leute in der 2 Reihe unterbringen. Mit Auflastung wären insgesamt 7 Personen im Campster möglich (2 vorne, 3 in der 2. Reihe und 2 weitere Personen auf der 2er-Schlafsitzbank in der 3. Reihe).

Das Panoramadach des Campsters

Der Campster hat ein spezielles Panorama-Aufstelldach von SCA verbaut. Dieses unterscheidet sich insofern von einem normalen Aufstelldach, dass man den vorderen Teil mit einem durchgehenden Reisverschluss entlang der Karosserie komplett öffnen kann. Den Stoff klettet man dann an den Dachhimmel und kann so quasi oben offen schlafen oder sitzen und in die Landschaft blicken.

Zusätzlich zu diesem Panoramareißverschluss hat das Dach drei Fenster. Eines nach vorne und zur Seite mit Fliegengitter und eines zur Seite mit Folie, das auch bei Regen für Licht geöffnet werden kann.

Fazit

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Campster – die ersten 10.000 Kilometer sind schon drauf und wir konnten in den ersten Monaten bereits viele tolle Urlaubserfahrungen sammeln. Die zusätzliche Ausstattung und das essenzielle Camping Equipment für unseren Campingbus werden wir sicher über den Lauf der Zeit noch erweitern. Welche Camping-Essentials habt ihr in euren Campingmobilen die ihr nicht mehr hergeben würdet?

 

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