Eine bizarre Landschaft. Der Erdboden erscheint in den verschiedensten Farben. Riesige Vulkankrater tun sich vor einem auf. Schwarze Lavafelder soweit das Auge reicht. Im Kontrast steht das türkisblaue Meer, das in sanften Wellen auf den weißen Strand trifft. Wir befinden uns in keiner fiktiven Welt, auch wenn es den Anschein hat. Wir sind im Wanderurlaub auf der Vulkaninsel Lanzarote.

Wanderurlaub auf Lanzarote (Bild: Andreas K.)

Lanzarote, mit der Insel verbinden wohl die Meisten Kargheit. Aber die einzigartige
Landschaft besticht gerade durch das Fehlen der üblichen Pflanzenwelt. Kein Wunder also, dass die schöne Insel besonders bei Wanderern große Beliebtheit genießt. Wie kann man der Natur näher sein als allein oder in einer kleinen Gruppe nur mit Proviant dabei und auf den eigenen Füßen? Doch irgendwann werden selbst die besten Wandersleute müde und die geschundenen Gliedmaßen müssen sich einen Tag ausruhen…

Wer die Pause nicht nur am Strand verbringen möchte, sollte sich einen Mietwagen leihen und die große Flexibilität nutzen. Auf keine andere Art kann man an einem einzigen Tag so viel auf der schönen Insel entdecken. Und vielleicht, sind ja auch ein paar neue Wandergebiete dabei.

Roadtrip auf Lanzarote

Unser Startpunkt ist unsere gemütliche Ferienwohnung in Puerto del Carmen im Osten. Mitten unter Einheimischen genießen wir hier das typisch kanarische Leben in vollen Zügen. Von hier aus startet dann also auch der rund dreistündige und 150 Km umfassende Roadtrip. Wer etwas abkürzen möchte, kann unseren letzten Stop Haria weglassen wodurch sich die Strecke auf rund 110 Km und knapp 2 ½ Stunden Fahrtzeit verkürzt.

Erster Stop auf der Reise über die Vulkaninsel sind die Salinas de Janubio an der Südküste. Diese terrassenförmig angelegten Salzgärten schimmern bei Sonneneinstrahlung in den verschiedensten Farben. Ein helles rosa neben dunklem lila. Daneben zwei weiße Felder und ein blaues. Die Farbvielfalt und die Form der Terrassen gleicht dem bunten Farbkasten eines Riesen. Bereits seit 1895 wird in den Salinen das Salz herausgefiltert. Heutzutage sind sie zwar noch aktiv, aber sie stehen unter Denkmalschutz und haben somit eher historischen Charakter. Ein absolutes Muss als Mitbringsel aus dem Lanzarote-Urlaub ist also etwas Salz aus einer der Salinen der Insel. Schließlich ist es bekannt für seinen kräftigen Geschmack.

Salinas de Janubio, Lanzarote (Bild: Andreas K.)

Von den Salinen aus fahren wir weiter die Südküste hinunter und erreichen unser nächstes Ziel: Los Charcones. Diese natürlichen Naturschwimmbäder laden mit ihrem glasklaren Wasser zum Verweilen ein. Verschiedene Größen und Tiefen bieten sicheres Badevergnügen für Groß und Klein. Hier bleiben wir einige Zeit und genießen das erfrischende Bad im Atlantik.

Gegen Mittag wird es uns dann zu warm in der Sonne. Also ab ins Auto und weiter geht es auf der Reise. Hinter den bekannten Höhlen von Los Hervideros erwartet uns der Lago Verde. Nur wenige Meter von der Küste entfernt liegt der quietschgrüne See, der als echtes Wunder bezeichnet werden kann. Die extreme Färbung kommt durch die Alge Ruppia Maritima. Hier zwischen dem blauen Meer und dem giftgrünen See lässt es sich im schwarzen Sand entspannen. Das beste Beispiel, für die überraschende Natur auf Lanzarote.

Lago Verde, Lanzarote (Bild: Andreas K.)

Nicht nur ein wahrer Gaumenschmaus sondern auch ein herrliches Erlebnis für die Augen ist eine Fahrt durch das größte Weinanbaugebiet der Kanaren, La Geria. Die surreale Natur an diesem Ort bringt einen wirklich zum Staunen. Eine der zahlreichen Bodegas lädt zur Rast ein. Die Mitreisenden können nun den köstlichen Wein der Region probieren, für den Fahrer bleibt es bei einer herzhaften Käseplatte mit regionalen Spezialitäten.

Markt in Teguise, Lanzarote (Bild: Andreas K.)

Nach der kurzen Rast geht es weiter nach Teguise mit seiner schönen denkmalgeschützten Altstadt. Die kleine Stadt ist eine der ältesten Städte der Kanaren und durch seine Historie definitiv einen Besuch wert. Rund um die Kirche „Nuestra Señora de Guadalupe“ im Herzen der Stadt machen wir einen gemütlichen Spaziergang, vorbei an bekannten Sehenswürdigkeiten und bunten Marktständen.

Unser Tag endet im „Tal der tausend Palmen“, in Haria. Das traditionelle Städtchen liegt fern des üblichen Touristentrubels im Norden der beeindruckenden Insel. Das Tal macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Auf der Fahrt bestaunen wir die Berge die das Tal einkesseln und kommen beim Zählen der Palmen schon gar nicht mehr mit. Auf dem niedlichen Dorfplatz von Haria finden wir eine urige Tapasbar und genießen das leckere Essen umgeben von Einheimischen. Als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet, geht es für uns nach einem abwechslungsreichen Tag zurück zu unserer Ferienwohnung. Schließlich müssen wir morgen wieder fit sein für unseren nächsten Wandertag! ;-)

Palmen auf Lanzarote (Bild: Barni1)

Alles für euren Wanderurlaub auf Lanzarote findet ihr hier bei enziano. Entweder ihr nutzt den Wanderführer Lanzarote von Michael Will oder den Tourenführer des Bergverlag Rother. Falls ihr außerdem die 10 höchsten Berge von Lanzarote besteigen wollt, könnt ihr euch hier im Artikel von Michael inspirieren lassen.

Sponsored Post: Dieser Artikel wurde vom Gastautor Andreas K. geschrieben und von unserem Werbepartner privateHOLIDAY gesponsort.

 

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